Paint It Black: Eine Liebe

Laura Kleinschmidt | 30. Januar 2014 | / |

Janet Fitch, hands down, ist in meinen Augen die beste Autorin auf der ganzen Welt. Bei White Oleander, ihrem Debütroman und auserwählter Lesestoff für den Oprah Bookclub, verging kein Satz, bei dem ich nicht innehalten und die Worte staunend aufsaugen musste. Fitchs Worte sind ein Kunstwerk, eine weiße Leinwand, die mit poetischen Sätzen und der brutalen Wahrheit beworfen wird, bis sich ein abstraktes Bild bildet, das man nur das Leben nennen kann.
Vor einer Woche bin ich über ihren zweiten Roman, Paint It Black gestolpert und habe gerade damit angefangen.

Ich bin nicht einmal bei Seite 40 und die Geschichte treibt mir bereits Tränen in die Augen. Wenn eines an Fitchs Geschreibsel so besonders ist, dann ist es ihr Talent die Liebe, so wie sie ist, in ihrer hässlichsten und grausamsten, aber auch schönsten Art und Weise darzustellen. Josie Tyrell, die Protagonistin, ist verliebt. Nein... sie liebt. Sie liebt Michael. Und als sie auf die Polizeistation gerufen wird, um den Körper ihres Liebsten zu identifizieren, bricht eine Welt für sie.

Das Buch bisher ist atemberaubend und schmerzhaft ehrlich. Es ist dreckig, mit vielen Schimpfwörtern, Hassgedanken und Gedanken über Sex. Aber genau das ist die Kunst, denke ich. Genau diese Gedanken sind menschlich.

Wenn ich fertig bin, melde ich mich erneut und eine richtige Rezension folgt.

Bis dahin,
eine sprachlose Laura

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