[Zwischenfazit] Into the deep: Herzgeflüster - Samantha Young

Susi K | 2. Februar 2014 |
Samantha Young zählt seit "Dublin Street" und "London Road" zu einer Autorin, deren Bücher ich wirklich gerne lese. Wenn ich zu ihren Romanen greife, erwarten mich sicherlich keine außergewöhnlich hohe sprachliche Raffinesse und auch sicher kein Plot, der mich vor Staunen sprachlos macht, und dennoch fühle ich mich immer gut unterhalten, wenn ich in ihre Bücher eintauche. Deshalb stand für mich auch relativ früh fest, dass ich auch "Into the deep" lesen werde, ein - sagen wir mal - Jugendbuch (während "Dublin Street" und "London Road" ja doch eher etwas für Erwachsene ist).

Mit relativ hohen Erwartungen habe ich mir das ebook gekauft und angefangen, es zu lesen. Mittlerweile bin ich bei etwa der Hälfte angekommen (was nach über einer Woche Lesezeit wirklich nicht viel ist, aber gut, das hat andere Gründe ...) und ich dachte mir, ich liefere euch mal ein kleines Zwischenfazit. Denn: Ich bin bisher einfach nur schrecklich enttäuscht. Das Buch ist sprachlich wirklich schlecht; dass man bei einem YA-Buch keine Schachtelsätze und eine Aneinanderreihung von Metaphern erwarten kann, ist klar, doch ich finde, mit diesem Roman hat sich Samantha Young keinen Gefallen getan. Ganz ehrlich? Als ich vor 12 Jahren selbst mit dem Schreiben begonnen habe, habe ich das nur unwesentlich schlechter hinbekommen. Der Wortschatz der Autorin scheint sich auf die Worte "krass", "geil" und "cool" zu beschränken. 
In dem Roman geht es um Charley, eine junge Studentin, die ein Auslandsjahr in Edinburgh absolviert. Doch von der Tatsache, dass sie studiert, merkt man bisher wirklich wenig. Sie hüpft gemeinsam mit ihrer Freundin von einer Party zur nächsten, lässt sich volllaufen und kuriert am nächsten Tag ihren Kater aus, während sie sich mit dem ach so schweren Schicksal beschäftigen muss, dass anscheinend jeder Typ in der Stadt sie auf Anhieb bespringen will, weil sie einfach immer zu enge Shirts trägt, die "über der Brust spannen". Diese Oberflächlichkeit, mit der alle - echt alle - Charaktere bis jetzt gezeichnet sind, nervt mich gewaltig und auch, dass der Plot so vor sich hin plätschert, ist unglaublich ermüdend. Einzig positiv ist bisher zu erwähnen, dass die Autorin Flashbacks eingebaut hat, die wirklich nett zu lesen sind und das Ganze ein bisschen auflockern. Ich hoffe jetzt, dass mich das Buch zumindest in der zweiten Hälfte noch überzeugen kann und das zumindest etwas halbwegs Spannendes passiert. Denn ansonsten werde ich "Into the deep: Herzgeflüster" leider als absoluten Flop verzeichnen müssen ...

Einen schönen Restsonntag euch noch
Susann

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